autodefekt.de: Wildunfälle 2012: Zahl der Wildunfälle steigt

Wildunfälle 2012: Zahl der Wildunfälle steigt

Noch nie wurden so viele Wildunfälle gemeldet, wie im Jahr 2012. Die deutschen Kraftfahrtversicherer verzeichneten einen Anstieg um zehn Prozent. Demnach stieg die Zahl der Wildunfälle auf 258.000 und erreichte damit einen Höchststand seit 2008.

Was sind die häufigsten Schadensursachen?
An erster Stelle steht jedoch der Glasbruch. Dieser verursachte 2012 eine Schadenshöhe von 1,1 Milliarden Euro und rangiert damit vor dem Wildunfall auf Platz 1 der Statistik. An zweiter Stelle stehen die Wildunfälle gefolgt von Marderbissen auf Platz 3, Sturm- Hagel- und Blitzschäden auf Platz 4 sowie Einbruchdiebstahl in Kfz an letzter Stelle [Quelle: GDV e.V.)

Tipp für unterwegs - Wie Sie als Autofahrer einen Wildunfall vermeiden
Trotz Warnschilder ignorieren die Autofahrer diese oft und passen ihre Geschwindigkeit nicht an. Dabei können Sie sich vor einem Wildunfall schützen. Besonders wenn es dämmrig wird oder kurz nach der Zeitumstellung, sollten Sie die Geschwindigkeit drosseln und vorausschauend fahren. Das gilt besonders im Bereich von Waldgebieten, Wiesen und Feldern. Sollte es dennoch zu einem Kontakt mit dem Wild kommen, sollten Sie gefährliche Ausweichmanöver vermeiden. Ein Zusammenprall mit einem Tier geht immer noch in den meisten Fällen glimpflicher aus, als ein Aufprall auf einen Baum.

Welche Versicherung ist für die Regulierung eines Wildunfalls zuständig?
Die Schäden am eigenen Kfz werden dann von der Teilkaskoversicherung gedeckt, wenn es sich um Reh- oder Wildschweinschäden handelt. Einige Kfz-Versicherungen zahlen sogar bei Schäden, die durch Wirbeltiere entstanden sind. Sinnvoll ist es auch, wenn Sie nach einem Wildunfall Fotos von der Unfallstelle, dem Tier und von Ihrem Kfz machen [Quelle: AllSecur Deutschland AG]. Das beschleunigt die spätere Regulierung durch die Versicherung. Auf keinen Fall sollten Sie das Tier anfassen, denn es besteht Tollwutgefahr. Der Jagdpächter oder der Förster ist für den Abtransport des Tieres zuständig.

Wie verhalten Sie sich nach einem Wildunfall richtig?
Bei einem Zusammenstoß zwischen Pkw und Wildtieren wirken starke Kräfte auf das Fahrtzeug ein. Die Wucht, mit der ein Rothirsch bei Tempo 60 in die Frontpartie eines Autos einschlägt, entspricht dem Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten: Fünf Tonnen. So verhalten Sie sich bei einem Wildunfall richtig:
  1. Zunächst ist es äußerst wichtig, die Unfallstelle abzusichern, damit nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht in die Unfallstelle hineinrasen. Stellen Sie ein Warndreieck auf und schalten Sie das Warnblinklicht ein.
  2. Verständigen Sie auf jeden Fall die Polizei.
  3. Lassen Sie sich in jedem Fall vom Förster oder Jagdpächter eine Wildbescheinigung ausstellen. Diese brauchen Sie für Ihre Versicherung, damit die Bearbeitung zügig voranschreiten kann.
  4. Machen Sie in jedem Fall Fotos von der Unfallstelle, vom Tier und von Ihrem Kfz. Auch das erleichtert später die Sachbearbeitung durch Ihre Versicherung.
  5. Setzen Sie sich vor einer Reparatur des Fahrzeugs mit Ihrer Versicherung in Verbindung.


Statistik des Deutschen Jagdverbandes (DJV) Wildunfall: Aufprallgewicht von Wildtieren

Auch wenn die Schäden durch einen Wildunfall durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt sind, ist ein Wildunfall immer mit Aufwand verbunden. Hinzu kommt, dass Sie selbst bei einem Aufprall auch verletzt werden können. Eine entsprechend vorsichtige Fahrweise und eine angepasste Geschwindigkeit können einen Wildunfall verhindern. Achten Sie auf die entsprechenden Warnschilder. Sollten es trotz aller Vorsicht zu einem plötzlichen Wildwechsel kommen, dann nehmen Sie lieber den Tod des Tieres in Kauf, als selbst durch gefährliche Ausweichmanöver zu Schaden zu kommen.

 



 
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