30.07.2008 Start-Stopp wird zum Standard
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Die Start-Stopp-Automatik steht vor einem Siegeszug im Auto. Zulieferer und Analysten gehen nach AUTO BILD-Recherchen davon aus, dass sich diese Technik flächendeckend im Neuwagenbereich durchsetzen wird. „Wir rechnen damit, dass bis 2012 jeder zweite Neuwagen in Europa mit diesem System ausgerüstet sein wird“, erklärt Stephan Kraus vom Zulieferer Bosch auf AUTO BILD-Nachfrage. Bei Fiat steht das System kurz vor dem Serienstart, und auch Mercedes, VW und Renault haben die Einführung bereits angekündigt. Der Erfolg der Start-Stopp-Automatik wird aus Analysten-Sicht auch Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenmarkt haben, denn der Wiederverkaufswert von Autos ohne das System sinkt. Sie werden sich künftig nur schwer verkaufen lassen.
Das System funktioniert im Zusammenspiel von Drehzahlmanagement, ABS-Sensoren und Batterie. Im Leerlauf und bei gleichzeitigem Reifenstillstand schaltet sich der Motor automatisch ab – vorausgesetzt die Batterie meldet dem Start-Stopp-Steuergerät einen ausreichenden Ladezustand für den Wiederstart. Ein Tritt auf das Kupplungs-Pedal genügt, und der Motor springt wieder an. Mit dieser Technik lässt sich der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch im so genannten neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) um rund fünf, im Stadtverkehr sogar um acht Prozent senken.
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