30.07.2008 EU plant europaweite Pkw-Maut
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Kommt jetzt eine einheitliche Pkw-Maut in der EU und damit eine weitere Belastung auf
Autofahrer in Deutschland zu?
Wie AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet (Heft 31), will die EU
mit einer Pkw-Maut die Verkehrskosten bei Europas Autofahrern eintreiben. Hintergrund ist
ein Kommissions-Bericht, in dem Zahlen zu den so genannten „externen Kosten für alle
Verkehrsträger“ genannt werden.
Gleichzeitig sollen auch Vorschläge zur „Internationalisierung“ gemacht werden. Im Klartext:
Es geht darum, wie sich die Autofahrer an den Kosten beteiligen sollen, die sie tatsächlich
oder vermeintlich auf Europas Straßen verursachen. Dazu gehören unter anderem
Umweltschäden, Gesundheitsrisiken, Unfallfolgen und Staus. Dabei soll ein
Umlageverfahren zum Einsatz kommen, das der frühere EU-Verkehrskommissar Jaques Barrot
entwickelt hat. Offen ist noch, wie die Kosten entschlüsselt und wie genau sie auf die Autofahrer
verteilt werden sollen. Markus Ferber, CSU-Verkehrsexperte im Europa-Parlament, sieht
darin den Startschuss eines einheitlichen EU-Mautsystems – auch für Pkw – und befürchtet
eine „gnadenlose Abzocke“ der Autofahrer. Ferber kündigt gegenüber AUTO BILD schon jetzt
Widerstand an: „Mit uns wird es eine zusätzliche Belastung der Autofahrer nicht geben.“
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