16.10.2008 Navi-Systeme ab Werk auf Abwegen
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Wer bis zu 4.000 Euro für ein Navigationssystem ausgibt, erwartet Präzision, einfache
Bedienung und nützliche Extras. Der aktuelle AUTO BILD-Vergleichstest von 14 fest
eingebauten Navigationssystemen (Heft 42, ab Freitag am Kiosk) zeigt jedoch, dass
viele Systeme zum Teil erhebliche Detailmängel aufweisen. Testsieger ist das „Mercedes
Command APS“ (3.754 Euro). Für die sehr schnelle Routenberechnung und die schnelle
Fehlerkorrektur dank Festplatte, sehr gute Bedienung via Drehrad und Spracheingabe
vergibt AUTO BILD mit 1,7 die beste Bewertung im Testfeld.
Generell liefern auch die anderen Systeme eine gute Leistung, aber bei so mancher
Hersteller schleichen sich immer noch Fehler aus der Navi-Steinzeit ein: Beispielsweise
traf das „MMI Navigation plus“ von Audi nur vier von sechs Zielen direkt und lotste
den Fahrer ansonsten nur in den ungefähren Hausnummernbereich. Zudem waren die Tester
erstaunt, wie lange manche Systeme brauchten, um sich nach einer Tunnel- oder
Tiefgaragenfahrt wieder neu zu orientieren. Gefährlich wurde es bei Opel:
Das „DVD 100 Navi“ verwirrte den Fahrer mit zum Teil falschen Anweisungen.
Das „BMW Professional“ empfahl zwar die kürzeste Strecke zum Ziel, die Fahrt
dorthin dauerte aber zwei Stunden und 41 Minuten länger als die um sieben Kilometer
längere Alternative. Wirtschaftliches Fahren sieht anders aus. Ärgerlich auch:
zu tief eingelassene und teilweise spiegelnde Displays, unverständliche Sprachausgaben
und umständliche Bedienkonzepte.
Zwar sind fest eingebaute Navigationssysteme ein kostspieliges Vergnügen – im Testfeld
reichte die Spanne von 1.805 bis 4.000 Euro – doch wer gute Leistung will, muss dafür
kein Luxusauto fahren. Das „Skoda Columbus“ kostet „nur“ 2.010 Euro und belegt damit als
Preis-Leistungs-Sieger den zweiten Platz gemeinsam mit dem VW „RNS 510“ (2.890 Euro).
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