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14.08.2008
Rasen und Schleichen lohnen nicht


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Wer besonders Sprit sparend unterwegs ist, fährt nicht effizient. Dies ist ein Ergebnis einer Spritspar-Fahrt von AUTO BILD. Um zu testen, wie viel Sprit welche Geschwindigkeit wirklich spart, schickte AUTO BILD drei identische Golf 1.4 TSI mit 122 PS auf die Verbrauchs-Reise von Hamburg nach München. Jeder der drei Fahrer hatte eine andere Aufgabe. Während ein Golf mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit unterwegs war, durfte beim zweiten Golf die Tachonadel nicht über die 130er Marke steigen. Nummer drei durfte höchstens 90 km/h fahren. Die Ergebnisse: Bei Tempo 130 stimmt das Verhältnis von Verbrauch und Reisezeit und wer mit dem Auto besonders Sprit sparend fährt, nutzt das Fahrzeug nicht effizient genug.

Erwartungsgemäß war der „Heizer“ mit 5:25 Stunden als Schnellster am Ziel. Der Golf mit maximal 130 km/h benötigte für die knapp 750 Kilometer lange Strecke von Hamburg über Hannover, Würzburg und Nürnberg bis nach München nur ungefähr eine Stunde länger. Der Spritsparer war dagegen mit 8:29 Stunden ganze drei Stunden länger unterwegs – und das für eine Benzinersparnis von gerade einmal 9,30 Euro gegenüber dem 130 km/h-Fahrer. Vor allem Rasen bietet keine Vorteile: Die Mehrkosten für den Treibstoff (119,10 Euro gegenüber 70,20 Euro beim normalen Fahrstil) kompensieren die nur um eine Stunde schnellere Fahrzeit nicht. Aber auch extrem langsames Fahren ist nur bedingt sinnvoll, denn die niedrige Geschwindigkeit senkt nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und kostet viel Zeit, sie bringt auch finanziell kaum Vorteile.