12.11.2008 Die Lichtrevolution wird verschoben
21 Autos im AUTO BILD Scheinwerfertest Xenon weiter Maß der Dinge Halogenleuchten werden besser
LED-Scheinwerfer lohnen sich noch nicht, denn ihre Leistung rechtfertigt nicht die
hohen Mehrkosten verglichen mit Xenonlicht. Zu diesem Schluss kommt AUTO BILD in der
am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 46). 21 Automodelle stellten sich dem groß
angelegten Scheinwerfertest. Und das Maß aller Dinge bleiben weiterhin Xenonscheinwerfer.
Sie sind vor allem für Leute mit eingeschränkter Nachtsicht zu empfehlen. Doch auch
die Leistung herkömmlicher Halogenleuchten hat sich im Vergleich zu früheren
Untersuchungen verbessert.
Das beste Licht unter den getesteten Fahrzeugmodellen lieferte der Ford Kuga. Seine
860 Euro teuren Bi-Xenon-Scheinwerfer leuchten die Umgebung homogen aus und erreichten
mit 70 Metern gemeinsam mit dem Subaru Tribeca die größte Reichweite. Einzig beim
Streulicht muss Ford noch etwas nachlegen. Bei den Halogenleuchten siegte der Renault
Laguna, der nur wenig Streulicht ausstrahlt und die Fahrbahn gut ausleuchtet. Sogar die
bewährten H4-Lampen im Dacia Sandero überzeugten die AUTO BILD-Tester mit guter Reichweite
und breiter Beleuchtung der Fahrbahn. Nur die etwas „fleckige“ Ausleuchtung, fehlende
Strahlenblenden sowie das starke Streulicht verhinderten eine bessere Platzierung als
Rang zwölf. Dass die gleichen Lampen deutlich weniger leisten können demonstriert
Opel mit dem Agila, der das Schlusslicht im Test bildet. Mit diesem Wagen ist man
am besten nur in der Stadt unterwegs, denn sein Licht ist schwach und die Reichweite
mit 45 Metern gering.
Die Xenon- und LED-Technik setzte sich gegen Halogenscheinwerfer durch. Doch im direkten
Vergleich zum getesteten Audi R8 mit serienmäßigem Bi-Xenon-Licht schnitt die LED-Variante
etwas schlechter ab und landete mit Platz acht weit entfernt vom Podium. Zwar lieferten
die Dioden ein natürlich weißes Licht, doch erzeugten sie direkt vor dem Wagen einen
dicken „Lichthaufen“, hinter dem es schnell dunkel wurde. Der Aufpreis von 3590 Euro
lohnt sich somit noch nicht.
Für den Test nutzten die Prüfer einen 140 Meter langen professionellen Lichtkanal.
Darin untersuchten sie acht Autos mit Xenon-Licht, den ersten Wagen mit Energie sparenden
LED-Scheinwerfern (Audi R8) und zwölf Fahrzeuge mit herkömmlichen Halogenlampen
(H4, H7). Bewertet wurden sieben Disziplinen (Reichweite, Verteilung, asymmetrisches
Abblendlicht, Fernlicht, Eigenblendung, Fremdblendung sowie Zugänglichkeit).
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