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11.09.2008
Für die Kfz-Anmeldung zur Post


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Wer von Ende 2009 an sein Auto an- oder ummelden will, soll dies zeitsparend am PC erledigen können. Wie AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 37) berichtet, kommt die Online-Kfz-Zulassung. Dennoch muss der Halter auch künftig das Haus verlassen und wegen der Identifikation in eine Postfiliale oder -agentur gehen.

Ein Programm übernimmt die Sammlung und Übermittlung der persönlichen Daten des Fahrzeughalters. Diese werden über das Internet an die zuständige Zulassungsstelle geschickt. Sie prüft dann beispielsweise bei einer Ummeldung, ob der Wagen als gestohlen gemeldet ist, noch TÜV hat und ob der Käufer eine Versicherung abgeschlossen hat. Sekunden später soll dann das Okay kommen und am nächsten Tag die Plaketten für Zulassung, TÜV und AU im Briefkasten liegen. Den Rest erledigt der lokale Schildermacher. Lediglich zur Identifizierung muss der Halter zur Post. Hierfür soll das vom Onlinebanking bekannte Postident-Verfahren genutzt werden. Dazu reicht ein gültiger Personalausweis. Ein Mitarbeiter der Post überträgt die Daten in einen Coupon, der vom Halter zu unterschreiben ist. Der Postmitarbeiter unterschreibt ebenfalls, stempelt das Dokument ab und schickt es an die Zulassungsstelle. Kosten: voraussichtlich sieben Euro.

Treibende Kraft hinter diesem Verfahren ist Michael Odenwald, verkehrspolitischer Referent der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Er sieht in der bisherigen Prozedur einen „volkswirtschaftlichen Irrsinn“. Denn Jahr für Jahr legen Autofahrer mehr als eine Milliarde Kilometer zurück, um zu einer der bundesweit 749 Zulassungsstellen zu fahren. „Das nervt, kostet Zeit und Geld.“ Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ist auf seiner Seite: „Bis zur Bundestagswahl in einem Jahr muss die Sache in trockenen Tüchern sein“, so ein Vertrauter des Ministers gegenüber AUTO BILD.