16.12.2011

Winterreifen zeigen zu wenig Profil

Wer mit Sommerreifen auf verschneiten Straßen fährt, muss seit letztem Jahr mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Laut einer Umfrage des Marktforschers TEMA-Q unter 1.184 Unternehmen sind aber selbst Firmenfahrzeuge, deren Bereifung saisonal umgerüstet wird oder die mit Ganzjahresreifen ausgestattet sind, für winterliche Straßenverhältnisse oft nicht optimal gewappnet. Die vorgeschriebene Profiltiefe für Winterreifen von 1,6 Millimetern wird zwar meist eingehalten, von Fachleuten werden jedoch mindestens vier Millimeter empfohlen. Nur knapp ein Viertel der befragten Unternehmen hält sich an diesen Rat.

Seit einem Jahr gilt die Regelung, dass die Bereifung nicht nur an die Wetterverhältnisse angepasst werden muss, sondern dass Winterreifen ganz konkret für Fahrten bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf die Felgen gehören. Drei Viertel der befragten Unternehmen wechseln die Reifen ihrer Fahrzeuge für die Wintersaison, fast alle anderen fahren Ganzjahresreifen. Beim Kauf folgen 76 Prozent der Befragten der Empfehlung von Händlern. Dabei ist die Fahrsicherheit der Reifen das wichtigste Entscheidungskriterium. Vor allem bei Winterreifen nutzen die meisten Stahlfelgen und drei Viertel überlassen den Reifenwechsel einem Dienstleister, 70 Prozent lagern ihre Reifen selbst ein.

„Gerade die Sorge um die Fahrsicherheit der Mitarbeiter, die ein Firmenfahrzeug nutzen, sollte für die Unternehmen Anlass genug sein, für ein angemessenes Reifenprofil zu sorgen“, resümierte Martin Plötz, Geschäftsführer der TEMA-Q GmbH. „Wenn man den vielen Praxistests glaubt, ist gerade bei Winterreifen die Profiltiefe sehr entscheidend für einen sicheren Halt auf nassen oder verschneiten Straßen.“
 



 
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