19.12.2011

Hybridtechnik und Co erobern den Automarkt

Die internationale Autoindustrie setzt seit geraumer Zeit verstärkt auf alternative Antriebskonzepte. Gemeint sind in diesem Zusammenhang Techniken, die sich von den derzeit auf den Markt befindlichen Antriebstechniken, also Fahrzeuge mit Benzin- und Dieselmotoren, unterscheiden. Die Motivation, auf diesem Gebiet neue Wege zu beschreiten liegt zum einen darin, dass die fossilen Treibstoff-Quellen, sprich die weltweiten Erdölreserven, allmählich erschöpft sind. Zum anderen sollen die alternativen Antriebe einen Beitrag leisten, um die stetig steigenden CO2-Emmisionen zur reduzieren. Die derzeit in diesem Segment hauptsächlich eingesetzten Techniken basieren auf der Elektrifizierung des Antriebs. Andere Konzepte nutzen unter anderem Druckluft, Erdgas beziehungsweise Flüssiggas, Pflanzenöl oder Wärmekraft für den Antrieb der Fahrzeuge.

Für die Umsetzung, Fahrzeuge mittels Elektrizität anzutreiben, gibt es derzeit zwei Hauptkonzepte. Zum einen jenes, das einzig auf einen Elektromotor setzt. Die für den Antrieb notwendige Energie wird fast ausschließlich über die im Auto befindlichen Energiespeicher bezogen. Eine Variante dieses Konzepts ist die auf Solartechnik basierende Energiegewinnung. Wer nun aber denkt, in Zukunft nicht mehr tanken zu müssen, wenn er Solarzellen auf dem Dach seines Honda Civic type s anbringt, irrt sich jedoch. Denn aktuell lassen sich nur extrem verbrauchsarme Autos einzig durch die aus den Sonnenstrahlen gewonnene Energie fahren.

Die derzeit mehrheitlich eingesetzte alternative Antriebstechnik setzt ebenfalls auf Elektrizität, jedoch in Kombination mit konventionellen Antriebskomponenten. Energieumwandlung und Energiefreigabe werden mit Hilfe eines Energiespeichers zeitlich von einander getrennt. Diese so genannte Hybrid-Technik auf zwei Energieumwandlungsmaschinen, die parallel benutzt werden und so gemeinsam für den Antrieb des Fahrzeuges sorgen. Brachenprimus ist in diesem Segment derzeit Toyota mit dem Toyota Prius. Auch Honda hat sich auf diesem Markt inzwischen etabliert und bietet mit dem Honda Insight das günstigste Hybridauto an. Knapp 20.000 Euro kostet der Insight in der Grundausstattung. Vergleicht man diesen Preis mit denen der Autos, die noch auf herkömmliche Weise, mittels Verbrennungsmotor betrieben werden, erkennt man schnell, warum sich Hybridfahrzeuge noch nicht in dem Maße auf dem internationalen Automarkt durchgesetzt haben. Eines der Probleme, mit dem sich unter anderem die deutschen Autobauer Mercedes und BMW gemeinsam sehr stark beschäftigt haben, ist die Hybridtechnik so zu verkleinern, dass sie unter die Motorhaube passt.

Letztlich gibt es keine andere Möglichkeit, als auf alternative Antriebsformen zu setzen. Die Wissenschaft hat dies längst erkannt und arbeitet mit der Autoindustrie gemeinsam an der Optimierung dieser Technik.

 



 
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