28.11.2011

Flüssiggasantrieb im Vormarsch

Umweltschonend und gleichzeitig günstig mit dem Fahrzeug unterwegs zu sein, ist in Zeiten von astronomischen Spritpreisen nicht einfach. Ein neuer Honda Civic 2012 wurde erst vor kurzem als ein günstiger Benziner vorgestellt, der nun neben immer mehr Fahrzeugen mit alternativen Antrieben auf den Markt kommt. Noch vor den Elektrofahrzeugen und Hybriden erfreuen sich besonders Flüssiggas-Fahrzeuge immer größerer Beliebtheit.

Das Thema der alternativen Antriebe ist schon seit längerer Zeit in aller Munde. Auf Deutschlands Straßen sind aber weiterhin überwiegend konventionell angetriebene Autos zu finden. Ein Problem, das den Durchbruch der Elektrofahrzeuge und Hybriden verhindert, ist neben den bislang immer noch hohen Kosten, die begrenzten Auflademöglichkeiten. Das Risiko mit seinem Öko-Mobil irgendwo auf dem Land liegenzubleiben ist für Viele ein abschreckendes Szenario.


Anders sieht es für Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb aus. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) stellen die gasbetriebenen „Kutschen“ mit 79 Prozent den Großteil der alternativen Antriebe auf Deutschlands Straßen. Rund 450.000 Fahrzeuge sind demnach schon in der Bundesrepublik unterwegs – Tendenz steigend. Noch vor zehn Jahren waren es lediglich 1.866 Autos.

Ein Grund für die ansteigende Beliebtheit der Flüssiggas-Fahrzeuge ist das deutlich besser ausgebaute Tankstellennetz. Bundesweit haben die Besitzer an mehr als 6.000 Standorten die Gelegenheit, ihr Auto mit Gas zu befüllen. Die Preise für den Kraftstoff sind dabei überschaubar. Auch die Steuererleichterung, die bis 2018 Gültigkeit besitzt, war für viele Kunden der Grund für den Umstieg.

Während auf der IAA das Thema Umweltschutz Jahr für Jahr einen immer größeren Stellenwert einnimmt und Fahrzeuge wie ein neuer Honda Civic mit dem Eco-Modus als Beispiel für „grüne“ Benziner gelten, bringt Dacia einen weiteres Flüssiggas-Fahrzeug auf den Markt. Der Duster von der rumänischen Renault-Tochter galt schon mit konventionellen Antrieb als erschwinglicher SUV und wird durch den Flüssiggas-Antrieb noch interessanter. Dacia verpasste dem Duster einen zusätzlichen 42-Liter-Tank für Gas, der in der Reserveradmulde untergebracht wird. Der Aufpreis von 800 Euro soll sich nach rund 20.000 Kilometern abbezahlt haben.

Flüssiggasanlagen lassen sich beinahe in jedes Fahrzeug mit Ottomotor nachrüsten. Der Preis variiert dabei je nach Modell zwischen 1.150 und 3.500 Euro. Ist in der Reserveradmulde kein Platz, kann der Tank auch im Kofferraum eingebaut werden. Eine weitere Variante wird als Unterflurtank am Fahrzeug angebracht.

 



 
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