26.11.2011

Elektrische Verbraucher im Auto
Energie gibt es nicht zum Nulltarif

Der ADAC hat ermittelt, dass durch elektrische Verbraucher dem Autofahrer erhebliche Mehrkosten entstehen. Vor allem der Komfort, den sich die Fahrzeuginsassen gönnen, muss beim nächsten Tankstopp mitbezahlt werden.

Sind Heckscheiben und Sitzheizung aktiv, Lüftung und Beleuchtung eingeschaltet, werden dafür circa 500 Watt Strom benötigt. Das heißt, der Verbrauch je 100 Kilometer steigt um einen halben Liter Kraftstoff. Bei einer Fahrt zwischen München und Frankfurt sind das immerhin drei Euro Zusatzkosten. Die Energie, die von den elektrischen Helfern im Fahrzeug gebraucht wird, wird vom Generator – umgangssprachlich auch als Lichtmaschine bezeichnet – erzeugt. Um die Mehrlast der elektrischen Konsumenten abzudecken, muss der Generator mehr Strom erzeugen. Dies bedeutet für den Motor Mehrarbeit, der Kraftstoffverbrauch steigt. Generell kann man von folgender Faustformel ausgehen: 100 Watt Stromverbrauch entsprechen einem Mehrverbrauch von 0,1 Liter pro 100 Kilometer. Mittelwerte mehrerer vom ADAC getesteter Autos verschiedener Fahrzeugklassen ergeben folgendes Bild: Die Lüftung braucht 171 Watt (Mittelstellung), Abblendlicht 125 Watt, Schluss- und Nebelleuchten 35 Watt, Nebelscheinwerfer 110 Watt, Sitzheizung 102 Watt, Lenkradheizung 50 Watt und die beheizten Außenspiegel 40 Watt. Relativ wenig Strom benötigt das Radio (21 Watt), ein mobiles Navi (sieben Watt) und ganz besonders sparsam: der iPod, der mit zwei Watt zufrieden ist. In der Summe können allerdings schnell mehr als 600 Watt Stromverbrauch entstehen.

Elektrische Verbraucher sollten deshalb nur dann zugeschaltet werden, wenn man sie unbedingt benötigt. Wer die Heckscheibenheizung ausmacht, sobald die Scheibe frei ist, oder die Sitzheizung nicht permanent mitlaufen lässt, schont Tankinhalt und Geldbeutel. Keinesfalls mit Strom geizen sollte man überall dort, wo es um die Sicherheit geht, etwa beim Licht oder beim Radio (Verkehrsfunk).

 



 
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